Event:BIROBIDSHAN - eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Jüdischen Autonomen Gebiet der Russischen Föderation
Beginn: Mi, 07. Juni, 2017
Ende: Mi, 28. Februar, 2018
Stadt: Birobidshan
Kategorie: Bildende Kunst / Multimedia / Film
 

Ort: Birobidschan, Hauptstadt des Jüdischen Autonomen Gebietes Birobidshan regionalle Philharmonie Öffentlicher Raum Birobidschan (nähere Angaben folgen)

Zeit:7. September 2017, 17h00 Präsentation der Arbeit von Leopold Kessler 18h00 Ausstellungseröffnung19h30 Konzert des Oberkantors von Wien, Shmuel Barzilai26. September 2017 Projektpräsentation im Jüdischen Museum und Toleranzzentrum MoskauDie Ausstellung in Birobidzhan läuft von 8. September bis 8. Oktober.

Dieses Projekt ist eine Kooperation von: Regierung des Jüdischen Autonomen Gebietes, Bundeskanzleramt der Republik Österreich, Österreichisches Kulturforum Moskau, Botschaft des Staates Israel in der Russischen Föderatrion, Museum für Zeitgenössische Kunst des Jüdischen Autonomen Gebietes, Birobidshan regionalle Philharmonie, Birobidzhaner Jüdisches Gemeinschaftszentrum Freid, Gesellschaft für Studien des historischen und kulturellen Erbes des Jüdischen Autonomen Gebietes, Russisches Ethnographisches Museum St. Petersburg, Jüdisches Museum und Toleranzzentrum Moskau, Jüdisches Museum Wien, Wien Museum, Moskauer Internationales Festival für Experimentalfilm

Sponsoren: Raiffeisen Bank, OMV, Rentaphoto

Supported by: Bundeskanzleramt Österreich, Botschaft des Staates Israel in der Russischen Föderation

 

KünstlerInnen:Ekaterina Anokhina (Russland), Tatiana Efrussi (Russland), Anton Ginzburg (USA), Nir Evron and Omer Krieger (Israel), Yevgeniy Fiks (Russland/USA), Srdjan Jovanovic Weiss (Serbien/USA) und Seo Hee Lee(Südkorea), Leopold Kessler (Österreich), Yuri Palmin (Russland), Ekaterina Shapiro-Obermair (Österreich), Haim Sokol (Russland/Israel)

Kuratorische BeraterInnen des Projektes: Matti Bunzl (Direktor Wien Museum), Vladimir Grusman (Direktor des Russischen Ethnographischen Museums St. Petersburg), Margarita Sokolovskaya und Vladimir Nadein (Moskauer Internationales Festival für Experimentalfilm), Valery Gurevich (Gesellschaft für Studien des historischen und kulturellen Erbes des JAG), Danielle Spera (Direktorin des Jüdischen Museums Wien)

Konzept und Projektleitung: Simon Mraz (Österreichisches Kulturforum Moskau)

Publikation: In Anschluss an das Ausstellungsprojekt wird eine Publikation in russischer und englischer Sprache erscheinen. Darin wird bislang unveröffentlichtes Fotomaterial der späten 20er und frühen 30er Jahre aus den Beständen des Ethnographischen Museums St. Petersburg publiziert werden und ebenfalls erstmals in russischer und englischer Sprache ein in Minsk 1932 veröffentlichter Text über die IKOR Kommune des Jüdischen Autonomen Gebietes, einer der ersten realisierten Kibuz ähnelnden Siedlungskonzepte. Als Impulstext verfasste der Birobidzhan Experte Prof. Robert Weinberg (Swarthmore College, Pennsylvania, USA).

 

Das Jüdische Autonome Gebiet (JAG) als Ort künstlerischer Auseinandersetzung

Als jüdischer autonomer Staat innerhalb des sowjetischen Reches 1934 gegründet, ist das JAG doch ein viele Jahre vor der Gründung des Staates Israel realisiertes jüdisches Staatswesen. Heute nur zu oft damit assoziert dass es ja ein Jüdischer Staat ohne Juden sei, hat er doch eine ganzbesondere Geschichte, von seiner Gründungsidee als sowjetische Heimstadt des Judentums angefangen, über die Propaganda die für dieses Projekt Anfang der 30er Jahre betrieben wurde und die fastunvorstellbare Leistungen der letztlich kleinen Gruppen von armen und ärmsten Siedlern zur Urbarmachung, Errichtung von Kolchosen, Städten geleistet haben, der tragischen schon Ende der 30er Jahre einsetzenden stalinistischen Verfolgungen bis hin zur Standhaftigkeit derer die geblieben sind undbleiben. Das jüdische autonome Gebiet, in einem Gebiet errichtet im Grenzgebiet zwischen Russland, China, Japan, ein Ort der die längste Zeit der Geschichte ein Niemandsland war, ist ein wahrlich einmaliger Ort, ein Ort dersich bewußt als jüdischer Staat präsentiert, in dem ein muslimischer Markthändler sein Geschäft nur zu oft„Schalom“ nennt weil es eben ganz normal ist, in dem chinesische Schulkinder vielleicht jiddische Kinderlieder lernen, in der bis heute der „Birobidzhaner Schtern“ erscheint und in der eine vielleicht kleine aber unerschütterliche Gruppe jüdischer BürgerInnen das kulturelle Erbe und die Identität dieses kleinen Fleckchen Erde erhalten und in eine Zukunft führen möchte. Das Ausstellungprojekt ist die erste internationale zeitgenössische künstlerische Auseinandersetzung mit der kulturellen Geschichte und Gegenwart des JAG. Der Rahmen der Ausstellungseröffnung und des Konzertes des Wiener Oberkantors Shmuel Barzilais ist daserst kürzlich wiederbelebte biennal stattfindende Jüdische Festival des JAG.

Das Projekt wird von den führenden Historikern und Institutionen in Russland und international bei demBemühen unterstützt, mit der Zielsetzung wertvolles bislang unveröffentlichtes Material zu publizieren,gemeinsam mit der für das Projekt geschaffenen Kunst.Die künstlerische Auseinandersetzung selbst bildet das Herzstück des Projektes.KünstlerInnen aus Österreich, Israel, USA und Russland sind nach Birobidzhan gereist, haben sich mit demJAG auseinandergesetzt, Geschichte und Geschichten zu Tage gefördert die Grundlage bilden für speziell fürdieses Projekt entstehende Arbeiten.

Pressefotos warden laufend hier ergänzt: https://goo.gl/H3MckZ

 Facebbook Seite: https://www.facebook.com/Биробиджан-Birobidzhan-323274021456044

Dieses Projekt ist Teil des offiziellen Programms des Jüdischen Kulturfestivals Birobidzhan 2017 und des Programms zum 500jährigen Jubiläum der diplomatischen Mission des österreichischenGesandten Sigismund von Herberstein.

 
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