Event:Installation KRFTWERK von Rainer Prohaska
Beginn: Sa, 21. September, 2013
Ende: So, 20. Oktober, 2013
Stadt: Moskau
Kategorie: Bildende Kunst / Multimedia / Film
 

Eine Kooperation von: Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und All-Russian Decorative Applied and Folk Art Museum Moscow

Rainer Prohaska realisiert im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur im Rahmen der V. Moskau Biennale 2013 sein Projekt „KRFTWRK“.

Nach der erfolgreichen Kooperation des BMUKK gemeinsam mit dem Kulturforum in Moskau im Rahmen der IV. Moskauer Biennale 2011 ist dies eine weitere Kooperation im Rahmen der V. Moskauer Biennale. Das Projekt „KRFTWRK“ Moskau ist in den Feldern Installation, Architektur, digitale Medien und bildende Kunst angesiedelt. Die Installation gleicht einem von Menschen betriebenen Speicherkraftwerk.

Charakteristisch für die Arbeiten von Rainer Prohaska, ist seine Leidenschaft zum Experimentieren mit Prozessen des alltäglichen Lebens. Vorgänge, bei denen es den Menschen mittlerweile an Leidenschaft und Aufmerksamkeit fehlt, rückt er in den Vordergrund seines Schaffens. Die partizipativen und interaktiven Arbeiten, in denen Prozesse wie Kochen, Mobilität oder das Entstehen von Bauwerken bearbeitet werden, waren in den letzten Jahren in Toronto (Luminato Festival), Los Angeles (MAK-Center), Beijing, Seoul, New Delhi, New York und Wien zu sehen. In seiner Arbeitsweise wird selten die Qualität eines fertigen und endgültigen Zustands gezeigt, sondern vielmehr die Lust am Erreichen dieses, kombiniert mit den positiven Eigenschaften der Veränderung.

Neben einem aktuellen Schwerpunkt, der bei der Umsetzung von Architektur-Performances liegt, gibt es eine Serie, die sich der Energieerzeugung und Verschwendung in Industriestaaten und Schwellenländern widmet.

Für die Moskau Biennale 2013 wird eine Installation im Rahmen der „KRFTWRK“-Serie gebaut, die sich ironisch und spielerisch diesem Thema widmet. Dabei handelt es sich um eine technische Anlage, in der Wasser vom Publikum in einen Hochbehälter transportiert werden muss. Die Flüssigkeit im Hochbehälter ist gespeicherte Energie, die regelmäßig abgelassen wird und dabei eine Turbine mit einem Generator antreibt. Mit dem Strom, den der Generator erzeugt, beleuchtet sich die Anlage selbst. Ohne die Partizipation der Besucher ist das Werk kaum zu sehen.

Wie ein roter Faden zieht sich durch die Kunstproduktion des österreichischen Künstlers Rainer Prohaska die Freude am Experimentieren und technische Möglichkeiten zu entwickeln, vor allem aber die Besucher in sein Kunstschaffen miteinzubeziehen. Sein Konzept, Prozesse des Alltags aufzugreifen, diese zu transformieren und als veränderte Realität in Performances und bildenden Arbeiten zu präsentieren, ist elementar und kommt in seinen Arbeiten der Toy-Kit-Architectures, den Kochperformances sowie seinen Cross-Media Projekten ständig zur Geltung.

Rainer Prohaska schafft nicht nur künstlerische Settings für sozialen Austausch, sondern will vielmehr ein körperlich spürbares und sichtbares ästhetisches Erlebnis vermitteln. Der Prozess an sich ist elementar und weniger das möglichst schnell fertige „Produkt“.

Für die Moskau Biennale 2013 ist eine Installation geplant, die ironisch und spielerisch zugleich die Probleme der Energieerzeugung und -verschwendung in Industriestaaten sowie vermehrte Übergewichtigkeit und Bewegungsmangel der Bevölkerung aufgreift und zur Aktion aufruft.

Jene Ebene, auf der die Besucher den Raum der Installation betreten, stellt gleichzeitig auch die Grundfläche der Installation dar und ist mit modifizierten Fitnessgeräten ausgestattet, die als Wasserpumpen dienen. Sobald diese vom Besucher benutzt werden, wird Wasser von Tiefbehältern in Hochbehälter gepumpt und kann somit als potentielle Energie gespeichert werden. Wird das Wasser abgelassen, wird eine zentrale Pelton-Turbine angetrieben, die mit einem Generator verbunden ist. Dieser Generator versorgt ein Stromsystem mit Elektrizität, sodass durch die Aktion eines einzelnen Besuchers die ganze Installation beleuchtet werden kann.

Das Ziel von „KRFTWRK“ ist eine Bewusstseinsschaffung mit künstlerischen Maßnahmen.

 

Kuratorinnen: Daria Kravtschuk, Karin Zimmer

Eröffnung: 20. September 2013, 19:00 Uhr

Dauer der Ausstellung: 21. September – 20. Oktober

 

Allrussisches Museum für Kunsthandwerk und Volkskunst

Moskau, Delegatskaja, 3

Tel.: +7 (495) 609 0146 

www.vmdpni.ru

 
Zurück