Event:Tales of 2 Cities
Beginn: Mo, 15. September, 2014
Ende: So, 05. Oktober, 2014
Stadt: Moskau/Wien
Kategorie: Bildende Kunst / Multimedia / Film
 

 

Eine Kooperation von: Moskauer Museum für Moderne Kunst, “Memorial” Wohltätigkeitsgesellschaft für Geschichte, Erziehung und Menschenrechte, Jüdisches Museum Wien, Österreichisches Kulturforum Moskau

Mit Unterstützung von: Raiffeisenbank

Sowohl die Menschenrechtsgesellschaft „Memorial“ in Moskau als auch das Jüdische Museum in Wien verfügen über einen reichen Schatz an Beständen, Objekte, die wichtige Dokumente zur Geschichte – und nur zu oft einer Geschichte der Repression und Marginalisierung – darstellen. Viele dieser historischen Zeugnisse haben einen sehr intimen Hintergrund, sind mit ganz individuellen, persönlichen Schicksalen verbunden.

Das Jüdische Museum Wien ist das älteste jüdische Museum der Welt (Gründung 1895; Schließung durch die Gestapo im Jahr 1938) und wurde in seiner heutigen Gestalt im Jahr 1988 wiedergegründet. Es legt den inhaltlichen Schwerpunkt auf Geschichte und Gegenwart des Wiener Judentums. Die Gesellschaft „Memorial“ wurde im Jahr 1990 in Moskau ins Leben gerufen; ihr Archiv beinhaltet Bestände, die von politischen Repressionen und Menschenrechtsverletzungen in der Sowjetunion Zeugnis ablegen. Beide Institutionen eint bei all ihrer Verschiedenheit die Funktion eines zentralen Ortes der Dokumentation und der Vergegenwärtigung von Geschichte. Die Memorabilien, die im Zentrum dieses Projektes stehen, stellen dabei einen ganz besonderen Bestand dar. Gestiftet, geschenkt, vererbt – die Herkunft dieser Bestände mag so verschieden sein wie die Objekte selbst, und als Spezifikum gesellt sich der Umstand hinzu, dass der überwiegende Teil dieser historischen Fragmente oberflächlich besehen kaum etwas von sich preisgibt, ja leicht übersehen werden könnte. Ihre Bedeutung erschließt sich erst aus den mit ihnen verbundenen Geschichten. Alleine vom Betrachten erkennt man nicht notwendigerweise ob es sich um ein Objekt aus Moskau oder Wien handeln könnte, verbunden mit den dazugehörigen Geschichten ergeben sie allerdings vielsagende Einblicke in die Geschichten zweier Städte.

Das Konzept der Ausstellung ist, KünstlerInnen aus beiden Städten (aus Wien Zenita durch das Medium Kunst. Die Ausstellung speist sich aus historischen Quellen, versteht sich jedoch nicht als historische Schau, sondern in erster Linie als künstlerisches Projekt. Das Experiment dieses Projektes besteht darin, durch neue künstlerische Arbeiten Bezüge zu konkreten, historischen Objekten und deren Geschichten herzustellen und diese in einem gegenwartsbezogenen Licht erscheinen zu lassen. Bei den Ausstellungen in Moskau und Wien stehen folglich die Arbeiten der KünstlerInnen im Zentrum, durch sie halten wir Geschichte am Leben und schaffen zugleich eine neue.

Eröffnung in Moskau: 15. September 2014, 19.00 Uhr

 Dauer der Ausstellung: 16. September - 5. Oktober 2014

Moskauer Museum für zeitgenössische Kunst. Moskau, Gogolevsij bulvar 10, www.mmoma.ru/

Eröffnung im Jüdischen Museum Wien: Jänner 2015, www.jmw.at/

 
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